Im Hier und Jetzt


Leben im Hier und Jetzt

Hallo hier ist Katharina und ich möchte Dich gerne zum Thema "Leben im Hier und Jetzt" inspirieren.
Vielleicht geht es Dir auch so wie mir manchmal. Man fährt mit dem Auto nach Hause, angekommen schaltet man den Motor aus und fragt sich auf einmal wie man eigentlich nach Hause gekommen ist. Sehr oft ist mir dieses Phänomen schon begegnet. Auf einmal ist man zwar da wo man sein möchte, hat aber den Weg dorthin gar nicht bewusst wahrgenommen. Offensichtlich bin ich mit meinen Gedanken irgendwo unterwegs gewesen, mein Körper schaltete auf Automatik um, aber sicher war ich nicht bewusst im Hier und Jetzt.

Oft gingen mir schon sehr viele Gedanken durch den Kopf in denen ich mich häufig entweder mit Vergangenem oder in der Zukunft liegenden Dingen beschäftigte. Ausflüge füllten mich gar nicht mehr richtig aus, bereicherten mein Leben nicht so nachhaltig wie ich es mir vorstellte, es aber zum Beispiel aus Kindheitstagen kenne. Wouw, wie lang war da ein Tag. Viele tolle Erlebnisse füllten ihn mit Sinn.  Was war denn da anders?
Kinder sind von Natur aus, sehr neugierige Wesen. Sie ertasten, schmecken, hören, riechen und fühlen ihre Umwelt noch viel intensiver wodurch sie tatsächlich einfach bei sich sind. Sie können sich noch richtig spüren, können für die kleinen Dinge im Leben dankbar sein und leben eher im Hier und Jetzt als viele Erwachsene.
Hängst Du oft mit Deinen Gedanken in der Vergangenheit? Du gehst vielleicht an einem sonnigen Tag durch einen wunderschönen Wald, am Strand entlang, fährst Fahrrad oder du gehst einer anderen Beschäftigung nach und vielleicht geht es Dir so, dass Du all dies nicht wirklich genießen kannst, weil Du Dingen oder Zeiten nachhängst die längst vorbei sind, also nicht mehr existent sind.  Oder du fliegst mit Deinen Gedanken in die Zukunft.  Machst Dir vielleicht Gedanken wie Deine nächsten Schritte aussehen könnten, ob alles so kommt wie Du es Dir vorstellst, vielleicht mischen sich auch Sorgen mit in Deine Gedanken.
Wusstest Du, dass Sorgen im Hier und Jetzt, in der Gegenwart, nicht existieren?  Sie sind ein Gedankenkonstrukt, welches sich ausschließlich um Deine ungewisse Zukunft kreist. Natürlich ist es gut Pläne zu schmieden und vorausschauend zu Handeln und zu Denken. Doch sollten wir uns nicht zu viel mit zukünftigen Dingen beschäftigen und uns in Träumereien oder sogar Zukunftsängsten verirren.  Dies führt schnell zu Unzufriedenheit.
Entdecke Deine innenwohnende Neugierde wieder, erwecke Dein inneres Kind und fange wieder an zu staunen, dann bist Du im Hier und Jetzt.
Einfache Tricks können Dich unterstützen wieder mehr zu Dir selbst zu finden und Deine Umwelt wieder bewusster wahrzunehmen. Übungen, die Dich wieder mehr ins Spüren führen. 

Atemübungen
Eine der einfachsten Übungen um sich auf das zu besinnen, was gerade ist, ist das bewusste Atmen. Dein Körper atmet von ganz alleine, Du brauchst dafür nichts zu tun. Sich bewusst auf den Atem zu konzentrieren, zu Meditieren, hilft Dir Dich zu fokussieren. Spüre beim Ein- und Ausatmen wie die Luft durch Deine Nase strömt, in die Lungen gepumpt wird und wie Deine Bauchdecke sich hebt und senkt. Wie fühlt sich die Luft an? Ist sie warm oder kalt, riecht sie nach etwas bestimmtem, kannst Du vielleicht Deine Naseninnenwände und oder Lungenflügel spüren? In was für einer gefühlten Temperatur fließt die Luft in Deine Lunge? Sei neugierig was Du alles erspüren kannst. Begleite Deinen Atem mit Deinem Geist. Nimm Dir mindestens ein paar Minuten für diese Übung Zeit und versuche nach der Zeit des bewussten Atmens in Dir nachzuspüren was die Übung mit Dir gemacht hat, wie Du Dich danach fühlst.

Deine Sitzbeinhöcker
Die Übung mit Deinen Sitzbeinhöckern eignet sich hervorragend, wenn Du Dich in einer sitzenden Position befindest. Etwas geübt, kannst Du die Übung auch zum Beispiel in Deinem Büro oder auch bei einem Meeting, falls die Gedanken abschweifen, in einer Kurzform nutzen.
Setzte Dich hierfür auf einen Stuhl, so, dass Du Deine Sitzbeinhöcker gut spüren kannst. Gerne kannst Du Deine Augen schließen und Dich ganz leicht auf Deinem Stuhl bewegen. Versuche Dich zu Deinen Sitzbeinhöckern hinzudenken und spüre wie sie sich anfühlen. Nimmst Du sie vielleicht als spitz, rund oder vielleicht als kräftig wahr? Variiere Deine Bewegungen in Form und Größe, lenke Deine ganze Aufmerksamkeit zu Deinen Sitzbeinhöckern. Vielleicht entsteht sogar in Dir ein Bild von ihnen, von ihrer Anatomie, vielleicht sogar vom Knocheninneren.
Nimm Dir für diese Übung soviel Zeit wie Du brauchst. Nachdem Du Deine ganze Aufmerksamkeit Deinen Sitzbeinhöckern geschenkt hast, kannst Du mal beobachten, was diese Übung mit Dir und Deinem Körper gemacht hat. Manch einer mag sich fokussiert fühlen, warm im Rücken, innerlich entspannt oder ähnliches. Wiederhole diese Übung ein paar Tage lang, Dein Körper und Dein Geist speichern das Erlebnis, sodass Du Dich auf Dauer sehr schnell durch diese Übung ins Hier und Jetzt holen kannst.
Im Büro, während eines Meetings, einer Klassenarbeit oder beim Mittagessen mit der Familie lässt sich diese Übung als Mini-Move anwenden, Deine Sitzbeinhöcker sind immer bei Dir, diese Methode lässt sich also überall anwenden.  Bewege Dich kurz beim Sitzen, erspüre die Höcker kurz und dann erinnerst Du Dich einfach an das Gefühl wie es war durch die Fokussierung ins Hier und Jetzt zu kommen.

Bewusst sein
Versuche, egal was Du tust, es wirklich bewusst zu tun. Nimm Dir noch in diesem Moment vor, Deine nächste Mahlzeit ganz bewusst einzunehmen, Wie riecht Dein Essen, nach was sieht es aus, und wonach genau schmeckt Dein Essen? Was für Gewürze kannst Du herausschmecken? Wie ist die Konsistenz in Deinem Mund, wie fühlt sich dies an? Spüre, wie dein gründlich und bewusst gekautes Essen durch Deine Speiseröhre rutscht.  
Nimm Dir Zeit für die Dinge die Du tust. Erlebe, rieche, schmecke ertaste und fühle Deine Welt. Dabei ist es völlig egal was Du tust. Ob Du nun Essen zubereitest, es isst, ob Du duscht, wanderst, segelst, Deinen Hund Gassi führst, Wäsche aufhängst, anderen Menschen zuhörst, Deiner Arbeit nachgehst,…sei neugierig auf das, was Dir gerade begegnet. Du kannst aus all diesen bewusst erlebten Dinge Deine eigene, persönliche Meditation gestallten. Meditation hat nicht eine bestimmte Form. Alles kann zum Gegenstand einer Meditation werden.





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